Optimierung von YouTube Videos

Video SEO Optimierung für YouTube oder YouTube-SEO kann einen bedeutenden Anteil deiner Performance auf YouTube ausmachen. So gibt es einiges zu beachten, damit deine Videos in der YouTube-Suche besser positioniert sind. Die Bearbeitung der Videos erfolgt im Video Manager. Du hast ein Video gedreht, geschnitten und möchtest es auf YouTube zur Verfügung stellen, dann los, hier entlang:

Schritt 1: Der Upload-Prozess

Stop, eins noch: Solltest du häufig Videos hochladen oder täglich mehrere und es handelt sich um immer ähnliche Themen, empfehle ich dir, dir die Videos dennoch immer anzusehen und dir Besonderheiten zum Video zu merken, damit du an der einen oder anderen Stelle eben diese Besonderheiten hervorheben kannst und dich von anderen Videos unterschiedest oder im Ergebnis abhebst.

Keywordbezogenen Dateinamen erstellen

Beginnen wir mit dem Dateinamen deines Videos: Dieser sollte klar formuliert sein und eine thematische Relevanz haben, also analog zum sprechenden URLs ein sprechender Dateiname sein.

Griffigen und verständlichen Title verwenden

Weiter geht es mit dem für den Nutzer deines Videos sichtbaren Teil. Der Titel des Videos unterstreicht die Aussage des Thumbnails (Vorschaubild des YouTube Videos) und gibt dem Nutzer Anhaltspunkte darüber, was ihn in dem Video erwartet. Aus dem Grund sollte in kurzen klaren Worten wiedergegeben werden, was er im Video sehen wird. Zudem sollte das wichtigste Keyword im Title platziert sein.

Exkurs: Die YouTube Keyword-Recherche kannst du auf YouTube selbst durchführen, indem du einfach selbst nach deinen Ideen suchst oder du nutzt das Tool keywordtool.io, denn dieses gibt es auch als kostenfreie Version.

Sicherlich ist eine Keyword-Recherche in manchen Branchen und / oder Bereichen sinnvoll, aber nicht immer! Ich empfehle immer, sich in den Nutzer und dessen Bedürfnis hineinzuversetzen. Es bringt nichts einen Title mit Keywords über zu optimieren, wenn nicht klar wird, was der Inhalt ist – wird zum Beispiel erklärt, beschrieben, vorgemacht oder erfragt. Stell dir die Fragen:

  • Was würdest du bezogen auf dein Video-Inhalt suchen?
  • Was könnte ein Nutzer dazu suchen?
  • Was ist das Besondere im Video Content?

Es bringt definitiv nichts auf etwas zu optimieren, was das Video nicht hergibt. Versprecht also nichts, was der Nutzer im Inhalt nachher nicht wiederfindet.

Beschreibung: Mehrinformationen gewähren

Neben dem Title dient auch die Description dazu, den Nutzer zum Klick auf das Sucherergebnis zu motivieren. Hier kannst du weitere Informationen über die Inhalte des Videos gewähren. In den You Tube Suchergebnissen wird allerdings nur ein Ausschnitt der Beschreibung mit circa 115 Zeichen angezeigt, d.h. auch hier bist du in deiner Kreativität limitiert. Zumindest, was die ersten zwei Sätze betrifft. Ansonsten stehen dir max. 5000 Zeichen zur Verfügung, die du vollumfänglich nutzen kannst, wenn es Sinn macht. An der Stelle kannst du weitere Keywords verwenden, die keinen Platz im Title gefunden haben und ausführlich den Inhalt deines Videos beschreiben. Zudem einen Link zu einem Linkziel einfügen, wenn es dein Ziel ist, für deine eigene Seite Aufmerksamkeit zu generieren.
Sollte genügend Platz vorhanden sein, kannst du deine Social Sharing Links und den Kanal-Abo-Link in deiner Beschreibung angeben. Diese kannst du auch voreingestellt und Einstellungen eintragen, sodass diese immer vorhanden sind. Diese findest du im Creator Studio unter „Standardeinstellungen für Uploads“ im Submenü „Kanal“.

Sinnvolle Tags vergeben

Die Tags helfen dem YouTube-Algorithmus bei der thematischen Einordnung des Videos und sind ein ausschlaggebendes Kriterium für das Ranking der Suchergebnisse. Auch diese kannst du unter den „Standardeinstellungen für Uploads“ vordefinieren bzw. dir ein Standard-Reportoire an Tags erstellen, die für den gesamten Kanal relevant sind. Aber Obacht! Bei jedem Video-Upload solltest du diese dem spezifischen Video anpassen, d.h. nicht passende entfernen und treffende hinzufügen. Die thematisch relevantesten Begriffe sollten in jedem Fall in den Tags aufgegriffen sein. Achte nur darauf, dass sie wirklich sinnvoll gewählt sind, denn die Nutzung von irrelevanten Keywords unter den Tags bringen nichts. Vermeide Keyword Stuffing!

Benutzerdefinierte Thumbnails nutzen

Das Vorschaubild – das Thumbnail – des Videos ist der erste visuelle Eindruck des Videos, den der Nutzer erhält. Du bekommst nach dem Upload drei Vorschaubilder automatisch vorgeschlagen oder kannst selbst eines festlegen. Solltest du eine Brand sein oder Brand besitzen, bietet es sich an, die Möglichkeit zu nutzen, individuelle Thumbnails zu erstellen. Beispielsweise kannst du durch ein Logo oder Batch zu deiner Marke deinen Wiedererkennungswert stärken. Dein Benutzerdefiniertes Thumbnail sollte sich allerdings auf die Inhalte des Videos beziehen und keine falschen Erwartungen an die Inhalte wecken.

Thematische Playlists erstellen

Jedes Video kann in Playlists eingebunden werden. Du solltest dafür thematisch sinnvoll Playlists erstellen. Deine Videos kannst du nach dem Upload diesen hinzufügen aber wie bereits mehrfach erwähnt, nur in die Playlists, die thematisch passend sind. Eine wohl überlegte Zuordnung in verschiedene Playlists kann deine Reichweite auf YouTube erhöhen.

Sharing Optionen nicht unberücksichtigt lassen

Du hast zudem die Möglichkeit einen spezifischen Social Sharing Text zu hinterlegen. Es ist nicht anzuraten deine Beschreibung dort hinein zu kopieren. Die Inhalte auf Social Media werden anders konsumiert und genutzt. Sollte es dein Ziel sein, dass die Inhalte sich auf Social Media weiter verteilen oder zusätzliche Aufmerksamkeit zu gewinnen, mache einen kurzen individuellen Sharing-Text dafür. Aber achte darauf, dass die maximale Länge nicht überschritten wird. Hierüber informiert YouTube mit einer Warnung.

Übersetzungen beachten

Du hast die Möglichkeit eine Übersetzung hinzuzufügen. Übersetze dazu den Title und deine zweizeilige Teaser-Beschreibung, die darauf eingeht, was in deinem Video zu sehen ist und wobei es dir hilft, in eine andere Sprache. So verschaffst du dir mehr Reichweite auf YouTube. Selbst wenn das Video nur für die DACH-Region gedacht ist, kann eine Übersetzung auf Englisch sinnvoll sein. Natürlich macht es keinen Sinn, Inhalte in eine andere Sprache zu übersetzen, sofern diese Inhalte in anderen Sprachen nicht nützlich sind.

Inhaltsinformationen für die Monetarisierung

Unter dem Menüpunkt Inhaltsinformationen verstecken sind die „Inhaltsinformationen“. Solltest du deine Videos für die Monetarisierung nutzen, verwende die Möglichkeit deine Inhalte zu kennzeichnen und zu beschreiben. Sie werden dafür verwendet, um beispielsweise über die Suchoberfläche Inhalte zu finden oder um Duplikate im Inhaltskatalog von YouTube zu vermeiden.

Kategorie vergeben

Unter „Erweiterte Einstellungen“ versteckt sich die Zuordnung in eine Kategorie. Hier gibt es wenig Auswahlmöglichkeiten aber dennoch sollten deine Inhalte einer Kategorie zugeordnet sein, um YouTube bei der thematischen Zuordnung zu helfen und dir eine Anzeige auf der YouTube Startseite zu ermöglichen.

So nun hast du alle möglichen Stellschrauben für mehr Sichtbarkeit auf YouTube verstanden. Das Video wurde erfolgreich hochgeladen und der Upload-Prozess ist abgeschlossen. Doch hier ist deine Arbeit noch nicht zu Ende, YouTube gibt dir weitere Möglichkeiten, deine Präsenz und Reichweite zu erhöhen:

Schritt 2: Video bearbeiten

Sobald du dein Video hochgeladen ist gehe in den Video Manager in die Übersicht, wähle das Video aus und gehe auf „Infos & Einstellungen“ bearbeiten. Dort findest du weitere nützliche Möglichkeiten dein Video zu optimieren, indem du zusätzliche Funktionen hinzufügst.

Abspann und Infokarten einfügen

Bei YouTube unter Abspann und Anmerkungen zu finden, sind die so genannten Annotations. Ein klickbares Overlay, was du nach dem Upload in dein Video eingefügt kannst. Dabei werden verschiedene Annotations angeboten, worüber du gezielt Traffic lenken kannst – auf andere Videos oder Playlists von dir, deine eigene Website oder zum Kanal-Abonnement. Wenn du einen Abspann einfügst achte darauf, dass sie wichtige Inhalte deines Videos nicht überlagern und zum richtigen Zeitpunkt eingespielt werden. Sie sollten den Nutzer nicht von den Inhalten des Videos ablenken oder verfrüht von diesen wegführen.

Infokarten:
Neben dem „Abspann“ gibt es auch Infokarten. Teilweise überschneiden sich die Möglichkeiten mit denen der Annotations unter „Abspann und Anmerkungen“. Eine Funktion unter Infokarten sind Umfragen. Umfragen in deinem Video eigenen sich, wie auch auf einer klassischen Website, um die Nutzerinteraktion anzuregen und damit die Verweildauer zu erhöhen. So zahlt Engagement, also positive User Signale, ebenso wie bei anderen Kanälen auch auf YouTube auf die Performance ein und können dir je nach Fragestellung Einblicke zu den Wünschen deiner Nutzer geben.
Außerdem kannst du dein Kanal Abo pushen oder Detailseiten zu deinem Produkt, Service oder Angebot anbieten. Auch hier gilt, vorab zu überlegen, wann und wo eine Infokarte sinnvoll ist.

Untertitel erstellen

Eine oft unterschätzte Funktion sind die Untertitel. Diese können von dir manuell hinzugefügt oder automatisiert erstellt werden. Die Transkribierung deines Video Inhalts machen sie für die YouTube-Suche auslesbar. So können die Untertitel vom Algorithmus ausgewertet und eine Relevanz zu Suchanfragen hergestellt werden. Je nach Video Inhalt solltest du bei der automatisierten Erstellung jedoch unbedingt die Untertitel korrigieren, denn es schleichen sich häufig inhaltliche Fehler ein. Verwende in deinem transkribierten Text sinnvolle Keywords. Der Untertitel kann anschließend vom Nutzer bei Bedarf aktiviert werden – stört also nicht, weil er nicht automatisch bei der Verwendung eingeblendet ist.

Hast du durch die Optimierung deiner Videos mehr Reichweite gewinnen können?

Eregbnisse

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Does & Dont´s

SEO Optimierung für YouTube completed (check)! Es gibt ausreichend Möglichkeiten deine Performance über die YouTube Einstellungen beim Upload und nach dem Upload zu verbessern. Dennoch passieren auch dabei Fehler. Aus dem Grund gibt´s hier noch ein paar Does & Dont´s für Dich:

  • Auf Rechtschreibfehler achten!
  • Aussagekräftige Title wählen!
  • Keine Wiederholungen vom Title in der Kurzbeschreibung machen!
  • Nutzt den verfügbaren Platz, um die Inhalte des Videos wiederzugeben – besonders in der Beschreibung.
  • Keine Hashtags verwenden! Auf YouTube wird nicht via Hashtags gesucht.
  • Ein Branding erhöht den Wiedererkennunsgwert!
  • Nützliches in der Beschreibung wiedergeben! Links in Beschreibung sind aus der YouTube-Suche heraus nicht klickbar. Besser den Inhalt des Videos in der Beschreibung wiedergeben.
  • Auf Monetatisierungseinschränkungen achten!
  • Auf Urheberrechtsansprüche achten! Wenn du Musik verwendet, worauf jemand Urheberrechtsansprüche stellt, erhält er das Geld für die geschaltete Werbung

Ich hoffe, ich konnte dir bei der Performance Optimierung deiner Video Inhalte weiterhelfen. Du hast Fragen zu SEO Optimierung für YouTube Videos, dann nutze die Kommentarfunktion.

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